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SpritradarWarum Diesel so teuer ist und wie man trotzdem spart

Warum Diesel so teuer ist und wie man trotzdem spart

Den Weltmarkt kann niemand an der Zapfsäule ändern, den Zeitpunkt und den Ort des Tankstopps schon. In Österreich darf der Spritpreis nur einmal am Tag steigen, und zwar zu Mittag um 12 Uhr. Wer vormittags tankt und im eigenen Bezirk vergleicht, zahlt deshalb in der Regel weniger.

Zuerst das Wichtigste: vor Mittag tanken

Erhöhen dürfen die Tankstellen ihre Preise nur einmal täglich um 12 Uhr, senken dürfen sie jederzeit. Wer am Vormittag tankt, erwischt deshalb in der Regel die günstigere Tageszeit. Eine Garantie ist das nicht, denn am Nachmittag kann ein Preis auch wieder fallen.

Europa fehlt es an Raffinerien

Europa hat in den letzten Jahren Raffineriekapazität stillgelegt und muss einen wachsenden Teil seines fertigen Diesels einführen. Rohöl gibt es genug, es fehlen die Anlagen, die daraus Diesel machen. Die verbliebenen Raffinerien laufen am Anschlag, und fällt eine davon ungeplant aus, macht sich das an der Säule bemerkbar.

Die Seeroute aus dem Golf

Seit der Nahost-Krise kommen weniger und teurere Ladungen mit fertigen Produkten aus dem Persischen Golf. Russischen Diesel kauft Europa nicht mehr, der Markt hängt daher an genau diesen Importen. Jede Störung auf der Route erreicht die Zapfsäule binnen weniger Wochen.

Heizöl und Diesel aus derselben Quelle

Beide stammen aus derselben Fraktion der Raffinerie, den Mitteldestillaten. Zieht im Winter die Nachfrage nach Heizöl an, konkurriert sie direkt mit dem Kraftstoff an der Säule.

Frankreich als Warnsignal

In Frankreich melden viele Tankstellen Lieferengpässe. Auslöser ist dort ein gedeckelter Preis bei einem großen Anbieter: Die Autofahrer strömen dorthin, und die Tanks leeren sich schneller, als die Lastwagen nachfüllen. Österreich hat keinen solchen Preisdeckel, kauft aber auf demselben Weltmarkt ein.

Was man selbst tun kann

Es lohnt sich, zuerst die Seite des eigenen Bezirks zu öffnen. Dort sind die erfassten Tankstellen nach Preis gereiht, dazu kommt der Abstand zwischen der billigsten und der teuersten erfassten Station. Wer dann noch vor Mittag tankt und den Preis an der Säule prüft, hat getan, was sich tun lässt.

Alle Preise stammen aus dem Spritpreisrechner der E-Control, der amtlichen Preisdatenbank der österreichischen Regulierungsbehörde.

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